Genussorte im Regierungsbezirk Oberbayern

FRIDOLFING

Radln mit Genuss

Die Gemeinde Fridolfing liegt in einer der schönsten Landschaften Oberbayerns. Sie ist als kulinarische Hochburg berühmt – und als Paradies für Fahrradfahrer. Beim „Genussradln“ lassen sich beide Qualitäten hervorragend verbinden

RUNDE SACHE

Es braucht schon einiges, um aufzufallen in der an Attraktionen reichen Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel. Fridolfing schafft es – dank kulinarischer Kompetenz. Die Genusshandwerker hier vertrauen auf ihren Geschmack und überlieferte Rezepturen: Nahe beim Dorfplatz nutzt die Bäckerei der Familie Steinberger etwa schon seit drei Generationen selbst kultivierten Sauerteig. Allein neun Hofläden bieten ihre Erzeugnisse an. Sie sind durch Radwege verbunden. Die Besucher können also jederzeit auf zwei Rädern von Hof zu Hof fahren und machen dort Rast, wo die Erzeuger Käse, Honig oder Backwaren anbieten. Regelmäßig finden auch geführte Hofladen-Genussradltouren statt, die unter anderem an der Aichermühle, dem Biogemüsebauern Markus Hager oder dem Lehrbienenstand halt machen. Am Ende der Touren kann man es sich entweder im schattigen Kastaniengarten des Naschmarktes oder auf der Sonnenterrasse im Seebistro „Leck o mio“ gemütlich machen. Natürlich stehen bei allen Hofläden und Gaststätten auch Werkzeugsets für Rad-Reparaturen bereit. Schließlich sollen die Genussradler entspannt weiterziehen können.

Lage

Im äußersten Südosten Bayerns liegt Fridolfing am Unterlauf der Salzach im Rupertiwinkel, dem Land zwischen Chiemsee und Königsee. Die Gemeinde direkt an der Grenze zu Österreich gehört zum Alpenvorland und bietet beeindruckende Blicke auf die Kulisse der Chiemgauer und Salzburger Alpen.

SÜSSE VERFÜHRUNG (Bild oben links)

Nachhaltiger Genuss kann ganz schön lecker sein: Richard Dürbeck etwa hat das Rupertiwinkler Heumilcheis entwickelt, verkauft es erfolgreich in seiner Eisdiele in Fridolfing und liefert es an einige lokale Betriebe. Die Milch stammt von den seltenen Murnau-Werdenfelser Kühen.

GLÜCK MIT ZIEGEN (Bild oben rechts)

Ihr Glück haben Monika und Alois Obermaier auf dem „Attlhof“ gefunden. Im Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert halten sie 100 Ziegen, deren Milch sie zu Käse, Mozzarella und Joghurt verarbeiten. Der Hof ist immer geöffnet: Die Kunden bedienen sich und legen das Geld in eine Kasse.